Gedanken zur Präsidentschaftswahl in den USA

Nicht nur in Österreich wird 2016 ein neuer Bundespräsident gewählt, auch in den USA gibt es seit Mittwoch einen neuen Präsidenten. 
Eine wesentliche Parallele der beiden Wahlkämpfe ist sicherlich die starke Emotionalisierung und Aufregung abseits der sachlichen Debatte. Besonders in den USA folgte ein Tabubruch dem anderen. Wohl auch, weil viele sich von der klassischen Politik abwenden. Zu abgehoben und keinen Blick für die Realität, urteilen immer größer werdende Teile der Bevölkerung, die sich nicht mehr von den Politikern in Washington vertreten fühlen. 
Aus dem Wahlergebnis lassen sich für mich zwei Dinge schließen: Einerseits müssen wir in Europa lernen, gemeinsam eine stärkere Rolle in der Welt einzunehmen. Donald Trump ist kein bedingungsloser NATO-Unterstützer wie bisherige Präsidenten, weshalb wir in Europa zwangsweise an einer stärkeren gemeinsamen Sicherheits- und Außenpolitik arbeiten müssen.
Andererseits muss Politik bodenständiger werden. Es liegt an uns, Prozesse in der Demokratie verständlicher und nachvollziehbarer zu machen. Wir dürfen auf keinen Fall Volksverführern und Populisten das Feld überlassen.